Das richtige Holz für Sauna
admin Februar 8th, 2008
Eine finnische Sauna besteht aus Holz. Aber nicht aus irgendeinem Holz. Schließlich muss der komplett mit Holz ausgekleidete Raum bzw. das Saunahäuschen regelmäßig hohe Temperaturen und Temperaturschwankungen ertragen können.
In Finnland, aus dem die Saunakultur kommt, sind Temperaturunterschiede von 150° Celsius keine Seltenheit. Und das regelmäßig, nahezu jeden Tag. Da ist die richtige Auswahl des Holzes sehr wichtig. Man unterscheidet zwischen Holz zur Verkleidung der Außenwände und Holz zur Innenausstattung. Während man bei etwas preiswerten Varianten für die Wände Kiefer bzw. Fichtenholz benutzt, verwendet man für höherwertige Saunen meist Tannenholz. Besonders beliebt ist die europäische Tanne aber auch die Rotzeder aus Kanada. Bei der kanadischen Rotzeder spielt die interessante Maserung und die schöne Rotfärbung des Holzes auch noch eine wichtige Rolle bei der Auswahl.
Kiefer und Fichte haben einen Nachteil: bei Temperaturen ab 130° Celsius tritt Harz aus, tropft und verklebt damit die Sitzflächen. Tanne und Rotzeder harzen nicht.
Für die Inneneinrichtung, sprich die Sitzbänke wird gern Abachi verwendet, eine edle Holzart, die mitunter auch im Schiffbau Anwendung findet. Der Abachibaum stammt aus Westafrika und kommt aus der Familie der Sterkuliengewächse. Er kann sehr groß, bis zu 25 Meter werden und wächst nahezu astfrei. Der Stammdurchmesser ist mit 2 Metern keine Seltenheit. Beliebt ist er besonders durch seine Robustheit, Ergiebigkeit und weil die Bretter nahezu keinerlei Asteinschlüsse haben. Die Farbe des Holzes ist mittelbraun bis graubraun und die Struktur ist klar und ebenmäßig.
Für eine Saunaausstattung mit den genannten Edelhölzern sollte man aber schon einen 5-stelligen Eurobetrag zur Seite legen.
« Die Steine in der Sauna Barbie als Saunagängerin »
















