Die Agrippa-Thermen
admin Februar 8th, 2008
Agrippa erbaute 34 vor Chr. in Rom die 1. große Thermenanlage. Sie war, im Gegensatz zu den bis dato üblichen Bädern, wovon es zu jener Zeit schon 170 allein in der Stadt Rom gab, mit Zimmern zum Ringen sowie für andere Sportarten, zur Konversation sowie sogar zum Unterricht ausgestattet waren. Sie waren mit den warmen Bädern verbunden. Die Agrippa-Thermen wurden von einer speziell dafür errichteten Wasserleitung, einer Aqua Virgo, versorgt. Somit war zum ersten Mal der recht verschwenderische Verbrauch an Wasser der späteren Thermen ermöglicht worden. In dem Testament ermöglichte Agrippa den kostenfreien Besuch der Thermen. Literarische und epigraphische Quellen belegen, dass eine Beliebtheit des Badens bei Römern in Zeiten zwischen Cicero (106-43 v. Chr.) sowie auch Martial (ca. 40-104 n. Chr.) stark stieg. Frage nach den speziellen Gründen dieser ständig wachsenden Beliebtheit sind nur sehr schwer zu beantworten. Sehr viele Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle: Zum einen führte der Anstieg der Bevölkerung in der Stadt Rom des 1. nachchristlichen Jahrhunderts zu dem starken Bedürfnis nach Sauberkeit als auch nach Möglichkeiten zur Flucht aus den armseligen Wohnumständen. Zum anderen propagierten die medizinischen Theorien das Baden als Förderlich für die Gesundheit. Bestätigt wird die Wichtigkeit der Einrichtung durch die Vielzahl und die prächtige Ausstattung der römischen Badegebäude. Dabei gab es kaum einen nennenswerten Unterschied zwischen privater oder öffentlicher Art. Beide waren recht üppig ausgestattet. Wer also seinem Körper etwas Gutes tun wollte, hatte hierzu alle nur erdenklichen Möglichkeiten. Man musste also auch nicht auf sein besonderes Badevergnügen verzichten.
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