Die Geburt der Frauensauna
admin Februar 8th, 2008
Die Sauna hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Aber zu jeder Zeit war sie für beide Geschlechter offen. Sowohl die Männer als auch die Frauen fröhnten von Beginn an den Saunafreuden. Im Mittelalter gab es die so genannten Badehäuser. Familien hatten keinerlei fließendes Wasser in ihren Häusern und so wurde das öffentliche Baden im Badehaus zu einem besonderen Ereignis. Ebenso das öffentliche Saunieren. Auf hygienische Verhältnisse wurde zu jener Zeit nicht sonderlich geachtet. War das Wasser in einem Bade sichtbar schmutzig oder unangenehm kalt, wurde es weggeschüttet und durch neues heißes Wasser ersetzt.
Männer und Frauen saßen gemeinsam in einer Wanne. Es kam schon mal vor, das der Eine oder die Andere ihren Nachbarn oder den hiesigen Steuereintreiber mit in der gleichen Wanne hatte.
Kurz um, es wurde nicht so eng gesehen. Es war Badetag, man unterhielt sich, tauschte den neuesten Klatsch aus oder betrank sich einfach.
In späterer Zeit verschwanden zwar die Badehäuser, die Gemischtsaunen blieben. Heute gibt es sie überall als Familiensaunen. Erst in jüngster Zeit kam vermehrt vom weiblichen Geschlecht der Wunsch auf, eigne Saunen nur für Frauen zu installieren.
Nach und nach stellten sich öffentliche Einrichtungen und private Saunabesitzer darauf ein.
Da gibt es jetzt bestimmte Tage in der Woche, an denen nur Frauen in die Sauna gehen dürfen. An den anderen Tagen ist Gemischtsauna. Eine explizite Männersauna gibt es in unseren Breiten noch nicht.
Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass mehr als 62% aller Frauen in Deutschland regelmäßige Saunagängerinnen sind.
Deren Durchschnittsalter beträgt 49 Jahre.
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