Die Kaiserthermen die Bedeutung vom Baden
admin Februar 8th, 2008
In der längst vergangenen Kaiserzeit erlangte man eine sehr hohe Perfektion im Thermenbau. Die verschiedenen Räume wurden jetzt symmetrisch angeordnet sowie prachtvoll und recht luxuriös ausgestattet. Auch wandelte sich spätestens nun die Bedeutung vom Baden von einer notwendigen Körperreinigung nach der Arbeit und dem Sport hin zu einem Zeremoniell der Erholung und der Entspannung. Dies war das sogenannte otium. Hierbei hatte die sportliche Betätigung nur einen einzigen Aspekt neben dem gepflegten Umgang oder dem reinen Müßiggang. Die jetzt erbauten großen Kaiserthermen hatte neben den gut ausgestatteten Sportplätzen, eine Bibliotheken sowie auch säulengesäumte Wandelgänge mit verschiedenen Läden. Dies wurde so zum puren Genuss. Trajan ließ hingegen in den Jahren 104-109 an Stelle von Neros Domus Aurea neben der Subura durch seinen Architekten Apollodor von Damaskus Thermen mit einer Grundfläche von rund 340 × 300 m² erbauen. Zum ersten Mal beinhaltete die Trajansthermen neben den offenen Sportplätzen auch überdachte Sporthallen. Dies war natürlich ein entscheidender Vorteil. Sie wurden damals Basiliken genannt. Sie waren symmetrisch rechts als auch links von den eigentlichen Baderäumen angebracht. Vermutlich wurden sie damals mit der Abwärme geheizt. In den nun folgenden Jahrhunderten wurden diese Thermen immer weiter ausgebaut. Dabei wurden sie natürlich verbessert. Die in den Jahren 212-216 erbauten Caracalla-Thermen sowie die Diokletiansthermen, die in den Jahren 298-306 erbaut wurde, zeigen heute noch, zu welcher Monumentalität ein römischer Badetempel anwuchs. Es lohnt sich, noch heute, einen solchen Badetempel aufzusuchen. Und sei es nur, um seine Überreste zu bewundern. Interessant wird dieser Ausflug auf jeden Fall.
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