Düfte und Dämpfe
admin Februar 8th, 2008
In einer Sauna sitzen Leute, die sich von einem arbeitsreichen Tag erholen wollen, oder ein entspannendes Wochenende verleben wollen. So sie gesundheitlich dazu in der Lage sind und nicht an Hypertonie, Bluthochdruck leiden, geben sie sich den Freuden der Entspannung hin. Düfte spielen im Leben den Menschen eine entscheidende Rolle. Vielen ist ja nicht bewusst, das sämtliche Entscheidungen zu wenigstens 30% von der Nase getätigt werden. Ganz augenfällig ist das bei der Partnerwahl. Es heißt doch auch: “Den kann ich nicht riechen.” Man riecht seinen Wunschpartner erst und trifft dann eine Wahl. Schon frühzeitig hat man erkannt, dass auch in der Sauna Duftstoffe eingesetzt werden können. Das Holz bekommt nach einigen Jahren Hitze einen Eigengeruch, der dem des neuen Holzes nicht mehr ähnlich ist. Er wird leicht modrig und muffig. Durch raffinierte Methoden werden parfümhaltige Gase durch unsichtbare Schlitze zwischen den Bänken in die Kabine geleitet. Der Besucher atmet sie ein und fühlt sich befreit. “Oh, riecht das hier schön nach frischem Holz.” Auch ätherische Öle werden verwendet. Man verspricht sich hier gleich eine vorbeugende Wirkung gegen Erkältungen und allgemeinem Unwohlseins. Die Minze führt diesen Reigen an, dicht gefolgt vom Eukalyptus, dem Kiefernadelextrakt, Estragon und sogar von der Vanille. Aber auch Kümmel, Ingwer oder andere Kräuter kommen vor. Es soll sogar auch eine Sauna mit Knoblauchduft geben. Nach solch einem Dufterlebnis in der Knoblauchsauna kann man dann ohne schlechtes Gewissen zum Griechen zum Abendbrot einrücken. Da gibt es dann einen kräftigen Gyros mit extra viel Tsatziki. Na denn Guten Appetit.
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