Geschichte des Dampfbades
admin Februar 8th, 2008
Caldarin - der Begriff eines römischen Dampfbades. Seit der frühen Geschichte des römischen Kaiserreiches galt ja die Wasserleitung als die Errungenschaft der zivilisierten Welt. Während sich im Norden Europas noch die Germanenstämme blutige Schlachten mit den benachbarten Kelten und Briten lieferten, frönte man im 2000 Kilometer entfernten Rom bereits den Freuden des Bades. Und nicht nur das. Seit in Rom das Wasser von fernen Bergen via Viadukt in die Zisternen und Häuser römischer Patrizier floss, suchte man nach Möglichkeiten, es zu erwärmen, um noch mehr Genuss zu haben. Man erfand Öfen und realisierte so warme Bäder, sogar Fußbodenheizungen und natürlich Dampfbäder. Durch ein Rohrsystem wurde hindurch fließendes Wasser von Wärmequellen erhitzt, verdampfte und wurde in separate Räume geleitet. Diese waren kunstvoll mit Fliesen ausgekleidet, auf denen neben anderen Darstellungen auch Abbildungen erotischer Natur zu sehen waren.
In Pompeji, der Stadt, die im Jahre 79 durch einen verheerenden Ausbruch des Vesuvs in Schutt und Asche gelegt wurde, fand man vor wenigen Jahren Mosaike, die Situationen in einem römischen Dampfbad darstellten.
Der Besuch eines Caldariums galt als der Gipfel des Luxus und des Prunks. Nur wenige sehr reiche Römer, wie etwa Senatoren und natürlich der Kaiser selbst konnten es sich leisten, ständig heißes Wasser und damit ein Dampfbad sein Eigen zu nennen. Bereits in frühester Geschichte trafen sich im Dampfbad Politiker und fällten wichtige Entscheidungen bei einem entspannenden Besuch nach einem ausgiebigen Festgelage.
Letztlich hatte all der Luxus und die Dekadenz des römischen Reiches nicht zu seinem Erhalt sondern zum späteren Untergang beigetragen.
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